Leider wissen wir viel zu wenig darüber, wie die Salonbetreiber die Mädchen behandeln. Dabei wäre dies ein interessantes Kriterium bei der Salonwahl. Mich würde z.B. oft interessieren:
Dürfen die Mädchen bestimmte Sexpraktiken ablehnen?
Ist der Verdienst angemessen?
Sind die Mädchen versichert?
Wie steht der Salonbetreiber zu Drogen- und Alkoholkonsum?
Wird auf die Gesundheit der Mädchen Rücksicht genommen?
Was geschieht, wenn ein Mädchen aussteigen will? Wird es unter Druck gesetzt, weiter zu machen, oder lässt man es gehen?
Was geschieht mit einer Frau, die altersmässig nicht mehr den Vorstellungen der Kundschaft entspricht? Wird sie einfach zum Teufel gejagt, oder gibt es irgendwelche Vorkehrungen, um ihr den Umstieg in einen bürgerlichen Beruf zu erleichtern?
Ich finde: auch wenn man kein Moralapostel ist, der Sex im allgemeinen und Salonbesuche im besonderen verteufelt, darf man doch in Bezug auf die käufliche Liebe ethische Fragen stellen. Und genauso, wie ich Max-Havelaar-Kaffee eine gute Sache finde, weil ich dort weiss, dass die Bauern faire Arbeits- und Handelsbedinungen haben, so fände ich auch „Max-Havelaar-Sex“ eine gute Sache, bei dem ich wüsste, dass die Mädchen unter fairen Bedingungen arbeiten.
Nun, liebe Salonbetreiberinnen und Salonbetreiber, wäre es nicht eine gute Idee, ein „Fairer Sex“-Gütezeichen ins Leben zu rufen, das nur Salons führen dürfen, die bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllen?
Was ich so gehört habe, läuft es in einem Salon normalerweise 50 / 50 ab. Wenn die halbe Stunde 300 kostet, erhält das Mädchen 150 und die anderen 150 gehen an den Salon für die Miete, die Infrastruktur und die Werbung. Kann sein, dass dies von Salon zu Salon etwas abweicht, aber eine Faustregel ist das allemal.
Die Idee mit dem Gütesiegel scheint zwar etwas utopisch, aber warum sollte man Utopien zu schnell aufgeben?
Die Fragen, die Du oben aufgeworfen hast, beschäftigen mich ebenfalls. Ich versuche ein wenig darauf zu achten, wie es in den Salons zu und her geht, in denen ich verkehre. Gewisse Sachen merkt man ja auch als Kunde.
Positiv aufgefallen ist mir in dieser Hinsicht das Photomedia (nicht als Werbung gemeint!). Dort steht bereits auf der Menuekarte, dass nicht alle Girls den GV-Service anbieten. Die Frauen können also selbst entscheiden, mit wem sie „bis auf tutti“ gehen wollen. In einem andern Salon (ich weiss leider nicht mehr, welcher das war) hat mir ein Mädchen erzählt, dass die Kondome abgezählt sind, damit niemand, um in den eigenen Sack Geld zu schaufeln, Französich oder GV ohne anbieten kann. Find ich auch sehr gut, denn gerade dies ist ja oft eine unüberlegte Notmethode, um wieder zu Kunden zu kommen, wenn es nicht mehr so läuft. In gewissen Salons wird das ja bereits von den Mädchen verlangt.
Übrigens könntest Du noch folgenden Punkt in den Kriterienkatalog aufnehmen:
Wie sieht die Arbeitszeit der Mädchen aus? Bei manchen Thai-Salons scheint es ja so, als müssen die Mädchen sieben Tage in der Woche arbeiten und zwar 12 Stunden am Tag. Wenn dem wirklich so ist, dann grenzt das tatsächlich an Sklaverei.
Gruss
Jean Luc
P. S. was meinen wohl die Salonbesitzerinnen, die hier im Forum schreiben, dazu?
Ich habe erwartet, dass Du in dieser Beziehung ähnlich denkst wie ich. Aber eines verstehe ich nicht: wie hindert das Abzählen der Kondome ein Mädchen daran, einen Service ohne anzubieten? Dass das Mädchen ein Kondom öffnet, heisst ja noch lange nicht, dass es gebraucht wird.
Zu Deinem Zusatzpunkt: 12 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche ist nicht nur an sich schon Ausbeuterei, es kommt dazu, dass die Frauen dadurch keine Möglichkeit haben, ein zweites Standbein in einem anderen Beruf aufzubauen.
@Charlie Brown
zum „Kondomproblem“, das Mädchen füllt Speichel, ein paar Tropfen Wasser und vielleicht etwas Seife rein, sieht aus wie echt… @Jean Luc
12 Stunden Arbeit, tja, ich hab schon mit Mädchen (Thais) gesprochen welche zwar nur offizielle 10 Stunden arbeiten, aber immer wenn ein Kunde nach ihnen verlangt zur Stelle sein müssen (Salons sind teilweise echte 24 Stunden geöffnet).
Die Ladies sind auch nicht angestellt, sondern einfach mit einem Touristenvisum zu Gast (meistens 3 Monate). @all
besonders schlimm fand ich ein Statement eines Kollegen, welcher seit neuester Zeit bei der Polizei arbeitet (dachte bislang immer nur an Hirngespinste und Horrorstories). er meinte, dass es an der Tagesordnung sei bei Razzien Frauen mit zerschnittenem Gesicht vorzufinden, sei es weil sie Ungnade fielen, Freier sich beklagten oder einfach „nur“ zur Abschreckung für die anderen Damen, welche übrigens immer öfters aus dem Osten kommen (die Pässe werden jeweils einfach „eingezogen“ beim „Stellenantritt“, somit hats das Mädchen schwer davonzulaufen und die Polizei es sehr schwer etwas zu unternehmen)…
tja ich hoff nur, dass dieses Forum weiterhin auch einen kritischen Blick in die Salons wirft und wir hier im Forum eine Art „Gütesiegel“ werden (die Salonbetreiber machen da eh nicht mit)!
Früher gingen irgendwelche Spinner in Dritte-Welt-Läden, heute gibt’s Max-Havelaar-Kaffee beim Grossverteiler. Früher haben nur wenige Leute Freilandeier gekauft, heute ist das etwas ganz Normales. Und beim Bio-Rindfleisch erleben wir den Trend gerade hautnah.
Will sagen: klar ist ein „Fairer Sex“-Gütesiegel utopisch, wenn man es sich als massenwirksam vorstellt. Die genannten Vergleichsprodukte sind ja immer noch Nischenprodukte - aber eben etablierte Nischenprodukte, nach denen eine gewisse Nachfrage besteht.
Man könnte so etwas etablieren, wenn man eine soziale Organisation mit einem guten Namen und etwas finanziellem Rückhalt in der Hinterhand hat.
50/50 ist nach meinen Info`s nicht die Regel, sondern 40/60 (60% das Maedchen). Nun gibt es Orte, wo das Girl das Zimmer pro Gast noch zahlen muss (60.–).
Ihr habt wohl beide recht. Die Zahl 40/60 hab ich schon oft gehört, meistens kommen aber da für das Mädchen noch weitere Abgaben dazu (für Werbung etc.) so dass es de facto dann doch wieder auf 50/50 kommt.
Ich habe im Zusammenhang „Abgaben an Salonbesitzer(innen)“ mehrere Modelle angetroffen.
Da soll es Salons geben, in denen die Mädchen 30% am Betreiber/in abliefern müssen, in anderen sollen es 20% sein. Das Salon übernimmt bei beiden Varianten die Werbekosten.
Weiter soll es Salons geben, in denen die Mädchen 400.-- pro Tag abliefern müssen. Den Rest, den sie einnehmen gehört den Mädchen. In diese 400.-- seien sämtliche Kosten (Werbung, Essen, …) inbegriffen.
Die Mädchen scheinen in allen Modellen nicht versichert zu sein, was schade ist. Ein Mädchen hat mir einmal gesagt: „… wenn die Muschi nicht in Ordnung ist muss man nach hause gehen …“. Das würde einem nichtversicherten Arbeitsausfall gleichkommen.
Übrigens: Abgaben in Höhe von 30% der Einnahmen soll gesetzlich als maximale Abgaben geregelt sein.?!?
Hat jemand weitere Kenntnisse über dieses interessante Thema?
Du kannst auch noch 40% in die Liste der üblichen Abgaben der Mädchen aufnehmen.
Eine der faireren Methoden ist wohl die fixe Abgabe pro Tag ala Fantasy-Land in der Form eines Eintrittes, welchen auch die Mädchen bezahlen müssen. Aber das ist wohl nicht die Regel sondern eher die Seltenheit. Das %-System ist leider viel häuffiger, was aber nicht zur Qualität der Services beiträgt.
Als „Insider“,der auf eine „Beziehung“ mit
einem
Mädchen zurückschaut,kann ich Dir
sagen,dass es
meistens 40 % sind. 30% sind es meistens
nur
dann,wenn keine Werbung dabei geplant ist.
Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass 40% eher das übliche sind. Wenn nicht sogar noch mehr.
Dazu kommt, dass die Mädchen ja noch gratis den Salon oder Club auf Vordermann halten müssen. Das heisst am Morgen 15 - 30 Min. vor der Öffnung dort erscheinen und alles bereit machen.
Tagüber dann laufend Geschirr und Frottee- bzw. Bettwäsche waschen. Und abends nach Schluss noch alles sauber aufräumen, Bett neu beziehen etc.
All dies ohne gegen Unfall oder Krankheit versichert zu sein!
Hat jemand von Euch FACTS vom 9. August gelesen? Auf Seite 30 ist ein interessanter Artikel.
Er ist auch im WWW zu finden, ich kann aber keine direkte Adresse angeben. Geht auf facts.ch und klickt dort auf „Archiv“ (NICHT auf „Fastsearch“). Sucht nach den Begriffen „Prostitution Vertrag“. Der erste Artikel der Liste ist der, den ich meine.
Leider schaffe ich es nicht, den Artikel auf der Facts-Homepage darzustellen, ich weiss nicht, ob es an meinem PC liegt oder an der Homepage. Ich krieg zwar die Liste, aber wenn ich dann einen Artikel anschauen will, passiert nix. Könntest Du hier eventuell zusammenfassen, um was es geht.
Der Artikel ist wirklick spannend, mal sehen, wie die Sache weitergeht. Ich war vor einer ziemlichen Weile (ist sicher über ein Jahr her) ein paar Mal im Chez Milou. Ich hatte damals auch den Eindruck, dass die Besitzerin ihre Sache sehr seriös anpackt und unter den Damen auch ein freundliches Klima herrscht. Hoffentlich macht dieses Modell Schule!
Auf Grund des Facts-Artikels muss man sich eigentlich fragen, ob man sich nicht auch für so eine Nebenbeschäftigung interessieren soll, ich würde sogar neben Begleitung noch Sex anbieten! Eigentlich ist der Gedanke, anstatt für Sex zu bezahlen, noch Geld dafür zu bekommen, ganz reizend! Wenn die Frau nett und sympathisch wäre würde ich es ihr sogar noch gratis machen und mir erst noch genügend Zeit dafür nehmen!
Naja auch ich möchte mich zu diesem Thema der Margen der Vermittlung äussern. Wie ihr sicherlich manchmal schon gesehen habt, sind einige der Mädchen teilweise in vielen hier im Internet auftretenden Escort-Services vorhanden. Teilweise sind die Fotos ziemlich ähnlich, zumindest aber die Beschreibung des Äusseren. Trotzdem habe ich bereits auch schon gesehen, dass einige Damen hier im Internet ihre Dienste angeboten haben und dies zu günstigeren Margen. Gemäss einem Gespräch, welches ich letzthin mit einer Dame geführt habe, welche sich noch (gemäss ihren Angaben) noch 2 Wochen in diesem Gewerbe nebenbei arbeitet, betragen die Margen normalerweise 50%(!). Also für eine Stunde für 500 CHF, geht 50% an den Vermittler über, welche normalerweise Wochenweise abrechnen. Trotzdem übernehmen diese Vermittler keinerlei Garantie für ein nicht zustande gekommenes Date. Dort sind also die Damen ganz auf sich gestellt. Zu meiner Frage wieso dann die Dienste sog. ‚Privat‘ angeboten werden, erhielt ich prompt die Antwort: Wenn ich 400 CHF die Stunde verlange sind das meine 400 CHF und muss diese nicht teilen. Also nach Adam Riese ein Brieftaschenvorteil von 150 gegenüber Vermittlung über Zentrale.
Also wenn ich das so recht überlegen, mache ich glaube ich auch einen Escort-Service auf und bediene mal länger mal kurz das Telefon und vermittle die Adressen und verdiene einen vermutlich doch lukrativen Nebenverdienst…
Ob sich das nun dem Standard entspricht weiss ich leider nicht, jedenfalls traue ich dieser Information und für meinen Geschmack spricht dies vermutlich eher von der Realität. Wie es sich nun in einem Salon abspielt weiss ich leider nicht.
In den Salons ist es gleich, ungefähr 40 - 50% gehen an den Betreiber. Teilweise ist das pauschal, teilweise muss das Zimmer mit einem Betrag abgegolten werden und dann noch Provision bezahlt werden. Damit haben die Betreiber für jede Zimmerbenutzung einen fixen Betrag.
Sogar die Getränke müssen von den Mädchen teilweise noch bezahlt werden. Ziemlich gschämig.
Leider funktionieren viele Dienste nur im Salon. Viele Girls sind nicht fähig sich privat zu arrangieren und glauben, denselben Preis wie im Salon verlangen zu müssen; dabei merken sie nicht, dass sie besser fahren wenn sie ihre Dienste privat günstiger anbieten würden.
Kommt dazu, dass sie dann gerne Zeit schinden. Im Salon müssen sie die Stunde bleiben.
Es gibt eben Damen, die glauben, sie wären weiss ich was wert. In der Schweiz ist es einfach überrissen teuer!
Ein Beispiel: in Spanien bekommt man Supergirls für 150.- bis 200.-- Fr. pro Stunde, teurere 300.–.